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imBilde: Peng Shuai





Illustrationen: Lea Donner.

„Warum hast du mich zu dir nach Hause gebracht, um mich zum Sex mit dir zu zwingen? Ja, ich hatte keine Beweise, und es war einfach unmöglich, Beweise zu haben. Ich konnte nicht beschreiben, wie angewidert ich war und wie oft ich mich fragte, ob ich noch ein Mensch bin. Ich fühle mich wie eine wandelnde Leiche.“


Ein Ausschnitt aus dem offenen Brief, den Tennisspielerin Peng Shuai Anfang November über das Twitter-ähnliche chinesische soziale Netzwerk Weibo veröffentlicht.


Der Angeklagte: Zhang Gaoli, ehemaliger Funktionär der Kommunistischen Partei (KP) und Ex-Vizepremierminister (2013 – 2018). Der Vorwurf: sexueller Missbrauch und Vergewaltigung.


Kurz nach der Veröffentlichung verschwindet nicht nur der Beitrag – sondern auch Peng selbst. Ein Fall, der beispielhaft für das autokratisch regierte China unter Xi Jinping steht.